Gemeinde stoppt Neubau von Kohlekraftwerk
Gemeinde stoppt Neubau von Kohlekraftwerk
Ein kräftiger Gegenwind bläßt RWE im saarländischen Ensdorf entgegen. Nach der Vorstellung von RWE hätte dort ein neues Kohlekraftwerk gebaut werden sollen, wäre da die Gegenwehr der Bevölkerung gewesen. Der Neubau wurde mit einer Bürgerbefragung gestoppt.
Eine sehr effektive Waffe gegen überhöhte Preise wie ich finde. Wenn die Stromkonzerne nach belieben die Strompreise erhöhen, ist es für die Bevölkerung ein einfaches die Konzerne dort zu treffen wo es am meisten schmerzt, schließlich werden die Milliardengewinne mit der Produktion von Strom erwirtschaftet.
Die Bürgerinitiative führt Argumente gegen den Bau des neuen Kohlekraftwerkes an, die ich vorsichtig ausgedrückt für vorgeschoben halte. Am besten hat mir das Argument der Verschattung durch die Kühlturmrauchschwaden gefallen - wirklich sehr kreativ. Den Erfindungsreichtum hat sich die Bürgerinitiative von den Stromversorgern abgeschaut, schließlich werden seit Jahren abenteuerliche Argumente in die Öffentlichkeit losgelassen wenn es darum geht die Strompreise zu erhöhen.
Ein Nebeneffekt dieser jahrelangen arroganten Haltung spiegelt sich nun in der Tatsache nieder, daß der Grad der Beliebtheit kaum noch messbar ist. Müßte sich die Bevölkerung entscheiden ob sie lieber eine Sondermülldeponie oder ein Kohlekraftwerk in Ihrer Gemeinde haben will, ständen die Chancen für den Neubau der Sondermülldeponie nicht schlecht.
Es bleibt zu hoffen, daß das Beispiel von Ensdorf den Stromkonzernen den Zorn der Bevölkerung verdeutlicht.
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