EnBW

Was macht eigentlich ein Konzernbevollmächtigter?

Was haben Axel Horstmann, Ingrid Blank, Andreas Renner, Ullrich Wendt und Dietrich Birk gemeinsam? Alle sind Konzernbevollmächtigte von EnBW und sind/waren Mitglied eines Landtags.

Was genau macht ein Konzernbevollmächtigter eigentlich? Womit verdienen Konzernbevollmächtigte ihr Geld? Ist es am Ende vielleicht nur eine andere Bezeichnung für Lobbyisten?

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Schlechter Stil

Der Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat es vorgemacht. Kurz vor seiner Abwahl hat er im Hau-Ruck Verfahren die Ostsee-Pipeline auf den Weg gebracht und sich so seinen späteren Arbeitsplatz selbst geschaffen.

Diesem Beispiel folgt jetzt der ehemalige Energieminister von NRW Axel Horstmann. Er wird Konzernbevollmächtigter für EnBW in Nordrhein-Westfalen, was immer das heißen mag. Sein Landtagsmandat legt er aber vorerst, wegen Verpflichtungen im Wahlkreis, nicht nieder. Es bleibt zu hoffen, daß damit nicht die Verpflichtungen seinem neuem Arbeitgeber gebenüber gemeint sind.

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Energieversorger kennen keine Scham

Jetzt wo alle Energieversorger ihre Halbjahreszahlen veröffentlicht haben, fällt es mir schwer das Wort Gier zu vermeiden. Im einzelnen erwirtschafteten

E.ON 2,8 Mrd. Euro

RWE 1,66 Mrd. Euro

EnBW 1 Mrd. Euro

Vattenfall 1 Mrd. Euro

In Addition ergibt das rund 6,5 Mrd. Euro in nur einem Halbjahr!

Trotzdem ist das den Energieversorgern nicht genug und schon planen allesamt die Strompreise weiter zu erhöhen, im Schnitt um 10 Prozent. Wer diese Zahlen sieht, kann einen solchen Schritt einfach nicht nachvollziehen.

International sehen die deutschen Energieversorger allerdings recht blaß aus, schaut man sich allein den Quartalsgewinn (!) von BP in Höhe von 4,8 Mrd. Euro an. Da ist also noch reichlich Spiel nach oben.

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EnBW legt Rekord bei Gewinn hin

Wie sollte es auch anders sein, auch EnBW hat das beste Halbjahresergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt und braucht sich damit keine Blöße in der Branche zu geben.

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Netzagentur kürzt weiteren Stromkonzernen Gebühren

Der Reihe nach erwischt es derzeit die Netzbetreiber. Die Netzagentur geht gegen 3 weitere Konzerne vor und kürzt den Netztöchtern von EnBW und RWE sowie der E.ON Tochter TEN (Thüringer Energienetze GmbH) die beantragten Preise für die Durchleitung von fremdem Strom um bis zu 14%. Die Reaktion der Konzerne überrascht nicht, man hält die Entscheidung für unbegründet und fragwürdig und droht mit rechtlichen Schritten. Das allerdings wird wenig Aussicht auf Erfolg haben, so unterlag jüngst Vattenfall vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf, nachdem die Bundesnetzagentur dem Konzern die Netzgebühren sogar um 18% gekürzt hatte.

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